Exit metering Verkehrliche Ausfahrtsdosierung von Betrieben

Eine Verkehrssteuerungsmassnahme zur Vermeidung lokaler Überlastung des Straßen

Institut: Fakultät für Architektur und Raumplanung, Department für Raumplanung
Autor: Roman Schremser
ISBN:
Seitenanzahl: 498
Herausgeber: TU Verlag
Erscheinungsort: Wien 22

EUR 22,00

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Art.Nr. AA0005

Exit metering Verkehrliche Ausfahrtsdosierung von Betrieben

Exit metering Verkehrliche Ausfahrtsdosierung von Betrieben
Eine Verkehrssteuerungsmassnahme zur Vermeidung lokaler Überlastung des Straßen

Institut: Fakultät für Architektur und Raumplanung, Department für Raumplanung
Autor: Roman Schremser
ISBN:
Seitenanzahl: 498
Herausgeber: TU Verlag
Erscheinungsort: Wien


Kurzfassung
Große Parkflächen, die von Industrie- und Gewerbebetrieben, Einkaufs- und Fachmarkt-zentren oder von Freizeiteinrichtungen, wie z. B. Stadien, für die Nutzung bereitgestellt werden, können zu einer lokalen Überlastung der Verkehrsinfrastruktur beitragen, wenn sie innerhalb kurzer Zeit, z. B. nach Geschäftsschluss, entleert werden. Als Beitrag zum Um-gang mit diesem Problem wird in dieser Arbeit, in Ergänzung zu bestehenden Maßnahmen zur Bewirtschaftung von Parkflächen, das neue Konzept der Ausfahrtsdosierung (exit meter-ing) beschrieben. Ausfahrtsdosierung bedeutet, dass nur jeweils so viele Fahrzeuge von einem Parkplatz auf eine angrenzende Straße ausfahren können, wie dies ohne eine Über-lastung des angrenzenden, zumeist öffentlichen Straßennetzes möglich ist.
Die Ausfahrtsdosierung beruht auf der Zuflussdosierung (ramp metering), die seit 1963 genutzt wird, umgesteuert durch eine Verkehrslichtsignalanlage – nur so viele Fahrzeuge auf eine Autobahn auffahren zu lassen, wie es die gerade auf der Hauptfahrbahn vorhandene Verkehrsstärke zulässt. Durch den damit erreichten gleichmäßigen Zustrom von Fahrzeugen werden Probleme in Bereichen von Kapazitätsengpässen reduziert. Es ergeben sich Vorteile wie eine verbesserte Verkehrssicherheit, reduzierte Reisezeiten durch höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten sowie geringere negative Umweltauswirkungen.
Neben der Vermeidung einer lokalen Verkehrsüberlastung kann eine Ausfahrtsdosierung für Genehmigungsverfahren von Betriebsanlagen in bereits stark von Verkehr belasteten Gebieten herangezogen werden. Es kann im Behördenverfahren eine zusätzlich zu der bereits gegebenen Verkehrsbelastung zulässige und durch eine Ausfahrtsdosierung begrenzte Verkehrsbelastung festgelegt werden. Diese Begrenzung soll verhindern, dass eine neue Betriebsansiedlung zu einer Überlastung des Straßennetzes führt.
Im Rahmen dieser Arbeit wird eine Machbarkeitsstudie der Ausfahrtsdosierung (exit metering) durchgeführt. Es werden, ausgehend von den derzeit gültigen rechtlichen Rahmen bedingungen in Österreich, das Konzept der Ausfahrtsdosierung entwickelt, ein Fallbeispiel mit Hilfe von Mikrosimulationen analysiert und eine Nutzen-Kosten-Analyse durchgeführt.
Die Ergebnisse der Mikrosimulationen zeigen, dass eine Ausfahrtsdosierung zu positiven Effekten wie einer reduzierten Reisezeit führen kann. Der aufgrund der mit der Zuflussdo-sierung gemachten Erfahrungen vermutete positive Effekt der Anwendung dieses Prinzips bei großen Parkflächen hat sich bestätigt. Wesentlich für die Wirksamkeit ist die Wahl der Rahmenbedingungen, d. h. die Lage und die Anzahl der für die Erfassung der Messdaten erforderlichen Detektoren sowie das angewendete Steuerungsverfahren. Die Nutzen-Kosten-Verhältnisse der mittels Simulation untersuchten Ausfahrtsdosierung, gesteuert nach dem ALINEA- sowie dem PI-ALINEA-Verfahren und unter Berücksichtigung von Infrastruktur-, Kfz-Betriebs-, Reisezeit- und Umweltkosten, betragen je nach Steuerungsverfahren 10:1 bzw. 5:1.

Roman Schremser


Dipl.-Ing. Roman Schremser

 

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